Neue Todsünde? (Leserbrief)
Zu „Niederlage für Planet-Alsen“ (Ausgabe vom 12. April)
Das Urteil hat mich mächtig geärgert. Um was geht es eigentlich, um die Sache, um Macht oder ums Geld?
1. Itzehoer Architektur- und Kultursommer 2005, eine Dokumentation. Was für tolle Ideen! Habe mich riesig darauf gefreut, dass etwas umgesetzt wird. Aber die Stadt schickt die Abrissbirne! Bin enttäuscht und traurig. Es sind doch Leute wie Setus Studt (Planet-Alsen), Martin Dethlefsen (Westbank), Sören Zanner (Villa de Vos), Michael Ruff (Störauf ) usw., denen es die Stadt zu verdanken hat, dass Itzehoe nicht ganz untergeht.
Historisches und die Kultur müssen erhalten bleiben, es repräsentiert eine Stadt, das sage ich als Heimweh- Itzehoer und als Tourist. Ich will nicht nur einkaufen und Kaffee trinken, sondern auch die Stadt erkunden, geschichtlich. Die Zuschüttung der Störschleife war eine Todsünde. Muss jetzt der Rest der Zementfabrik auch noch weg? Die Stadt weiß sowieso nichts Vernünftiges zu machen auf dem Gelände.
Liebe Politikerinnen und Politiker meiner Heimatstadt, mein Gefühl sagt mir, dass ihr nach dem Sommer 2005 eine Riesenchance vertan habt. Erinnern, Bewahren, Entwickeln, Erleben, das wünsche ich Planet-Alsen.
Volker Hamann, Zürich
Niederlage für Planet-Alsen
Amtsgericht erklärt städtische Kündigung für Kulturverein für rechtens / SPD bietet „konstruktive Gespräche“ an
Von Delf Gravert
Muss der Kulturverein Planet-Alsen das Gelände der ehemaligen Zementfabrik räumen? Diese Möglichkeit ist mit einer Entscheidung des Amtsgerichts Itzehoe im Rechtsstreit zwischen Verein und Stadt zumindest wahrscheinlicher geworden: Die Kündigung der Stadt an den Mieter Planet-Alsen ist rechtens. Ob dies das Ende des Rechtsstreits ist, steht aber noch nicht fest.
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